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Hombressen (KA). Die gemeinsame
Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehren der Stadt
Hofgeismar fand in diesem Jahr in Hombressen statt. Erstmalig hatte
der neue Stadtbrandinspektor (SBI) Sebastian Mazassek zu der
Versammlung geladen, der im vergangenen Jahr Robert Mohr in dieser
Position abgelöst hatte. Nach 16 Jahren erfolgreicher Arbeit war auf
der JHV im letzten Jahr ein Stück Zeitgeschichte der Feuerwehr der
Stadt Hofgeismar zu Ende gegangen, als Robert Mohr und sein
Stellvertreter Walter Zeich ihre Tätigkeit in dieser Funktion
beendeten. Neuer Stellvertreter ist seitdem Sascha Serafin.
In seinem Bericht bezüglich des letzten Jahres erwähnte Mazassek
zunächst die Umstellung in der EDV, in welche extrem viele
Arbeitsstunden investiert worden waren.
Die Einsätze bei einem Strohballenbrand in Carlsdorf und einem
Wohn-hausbrand in Hümme, bei dem der Einsatzort gleich mehrfach
angefahren werden musste, ereigneten sich noch unter der Führung von
Robert Mohr. Doch schon kurz nach der Amtsübernahme von Sebastian
Mazassek folgte ein erneuter Strohballenbrand in Hombressen.
Weiter ging es mit dem Stadtknotenwettkampf der JFW in Hofgeismar und
der Einrichtung einer regelmäßigen Büro- und Sprechzeit des SBI.
Überschattet wurde das Jahr von der Tatsache, dass sich ausgerechnet
ein Feuerwehrmann aus den eigenen Reihen als Brandstifter bei einer
Serie von Bränden in Hombressen herausstellte.
Im Juni konnte der Grundstein für einen Bedarfs- und Entwicklungsplan
gelegt werden, in welchem der Magistrat die als Basis geltenden
Schutzziele beschlossen hatte.
Für die Wehren in Hombressen und Carlsdorf konnte jeweils ein
Mannschaftstransportfahrzeug angeschafft werden.
Ein personeller Engpass trat im Juli bei der FFW Kelze auf, als
Wehrführer Gerhard Andres-Günther zurücktrat. Letztendlich konnte
diese Lücke mit Pierre Fischer gefüllt werden.
Präsenz zeigte die Feuerwehr der Stadt Hofgeismar auch beim
Jubiläumsfest des THW.
Im September ging es weiter mit der ersten gemeinsamen Übung aller
Stadtteilfeuerwehren unter der neuen Leitung, die im November eine
Fortsetzung fand. Zwischenzeitlich wurde außerdem ein
Motorsägenlehrgang angeboten.
Vom Konjunkturpaket des Landes und des Bundes profitierten die Wehren
in Carlsdorf und Hofgeismar mit baulichen Maßnahmen an den jeweiligen
Standorten.
Am Ende des Jahres konnte schließlich noch ein neuer Kommandowagen
angeschafft werden.
Um den extrem hohen Instandhaltungskosten des alternden Fuhrparks
entgegen zu wirken, war sich die Feuerwehr mit der Stadt Hofgeismar
einig, trotz Wirtschaftskrise Zuwendungsanträge für zwei weitere
Fahrzeuge als Ersatzbeschaffung des LF 8 in Hümme und des SW-2000 in
Hofgeismar zu beantragen.
Neben den bereits erwähnten Einsätzen gab es im Jahr 2009 auffällig
viele Kamin- und Schornsteinbrände sowie viele Türöffnungen.
Insgesamt 191 Einsätze und 7 Brandsicherheitsdienste wurden von den
Wehren im vergangenen Jahr geleistet. Dabei handelte es sich um 80
Brände, 93 Hilfeleistungen und 18 Fehlalarme.
Somit kamen rund 304 Einsatzstunden zusammen, was bei durchschnittlich
11 Einsatzkräften ein Personalstundenaufkommen von rund 3.027 ergibt.
In Bezug auf die Personalentwicklung stellte Mazassek fest, dass diese
zwar insgesamt zufriedenstellend, dennoch leicht rückläufig sei.
Gleiches gelte für die Jugendfeuerwehr, sodass man auf lange Sicht
dieser Entwicklung mit geigneten Maßnahmen entgegen wirken müsse.
Dem Bericht der Jugendfeuerwehren mit Zahlen, Aktivitäten, Wettkämpfen
und Übungen folgte die Berichterstattung der Brandschutzaufklärung,
bei der der weitere Personalbedarf zur Sprache kam, um allen Anfragen
von Kindergärten und anderen Einrichtungen nachkommen zu können.
In Vertretung von Bürgermeister Heinrich Sattler brachte der Erste
Stadtrat Andreas Willig die Wertschätzung der Stadt Hofgeismar
gegenüber der Arbeit der Freiwilligen Feuerwehren zum Ausdruck, deren
Engagement nicht selbstverständlich sei.
Was die Ausgaben der Stadt für die Feuerwehr betrifft entfielen hier
158.000 Euro auf die Unterhaltung des Fuhrparks sowie der Geräte, auf
die Heizung 35.000 Euro, die Fahrzeug-Anschaffung 62.000 Euro sowie
75.000 Euro in das SBI Büro und die Anschaffung neuer Schutzanzüge.
Der größte Betrag in Höhe von von 210.000 Euro floss in die bereits
genannte bauliche Maßnahme in Carlsdorf.
Ebenfalls Teil der Tagesordnung war die Wahl eines neuen
stellvertretenden Stadtjugendfeuerwehrwartes, da der bisherige
Amtsinhaber Timo Wenzel für diese Position nicht mehr zur Verfügung
stand, da er nun das Amt des Kreisjugendfeuerwehrwartes wahrnimmt. Als
Nachfolger wurde Dennis Gerland gewählt.
Auch Ehrungen standen auf dem Programm der JHV. Für 40-jährige
Mitgliedschaft wurden Alfred Unden, Wolfgang Laubert und Rolf
Manegoldt mit einer Urkunde und dem goldenen Brandschutzehrenzeichen
am Bande ausgezeichnet.
Im Namen der Hessischen JFW erhielten Jasmin Fischer und Dennis
Gerland eine Urkunde und die silberne Floriansmedaille.
Die Floriansmedaille in Gold erhielt wiederum Timo Wenzel.
Jeweils eine Ernennungsurkunde zum Ehrenbeamten bekamen Klaus Zeller,
Jens Ludwig Morell, Gerald Knauf und (in Abwesenheit) Thorsten Homburg
verliehen.
Quelle: Hofgeismar Aktuell
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