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Feuer - Nichts wie raus Übung in der Grundschule Hombressen - Klassenzimmer nach kurzer Zeit geräumt
Nur mit einem beherzten Sprung aus dem Parterre-Fenster konnten sich die Schülerinnen und Schüler der Klasse vier in der Grundschule Hombressen nach einem Feueralarm retten. Ihnen war der Weg über den Flur ins Freie durch starke Rauchentwicklung versperrt. Die Klassen eins bis drei wurden dagegen von den Lehrerinnen ohne große Zwischenfälle in Zweierreihen aus dem verqualmten Gebäude geführt. Für eine Reinigungskraft und die Schulsekretärin gab es keinen Ausweg mehr aus dem von dichtem Qualm eingeschlossenen Computerraum im ersten Stock. Sie mussten auf ihre Rettung warten, bis das in Hofgeismar stationierte Einsatzfahrzeug mit Drehleiter am Brandort eintraf. 116 Kinder, acht Lehrkräfte sowie zwei weitere Mitarbeiter waren von dem vermeintlichen Feuer mit starker Rauchentwicklung betroffen, das Bestandteil einer Übung der Feuerwehr Hombressen in Zusammenarbeit mit der Schulleitung war. Tobias Sommer, zuständig für die Brandschutzaufklärung bei der Hombresser Wehr, zeigte sich mit dem Ergebnis zufrieden. "Die Schüler waren innerhalb kürzester Frist im Freien, wir vier Minuten nach der Alarmierung mit 17 Einsatzkräften vor Ort und das Fahrzeug aus Hofgeismar traf nach zehn Minuten ein". "Wir veranstalten solche Übungen alle drei bis vier Jahre, damit jede Schülergeneration mindesten einmal mit einem Alarm unter realistischen Bedingungen konfrontiert wird und die notwendigen Verhaltensweisen daraus erlernt", erklärte Martha Hartleb, die Leiterin der Grundschule "Zur Friedenseiche". Realistisch bedeutete in diesem Fall, dass eine Nebelmaschine dichten Qualm erzeugte und die Kinder, mit Ausnahme der ersten Klasse, nicht darüber informiert waren, dass kein Ernstfall vorlag.
Auch die Aufmerksamkeit des Lehrpersonals für das Freihalten der Notausgänge soll durch die Übungen wachgehalten werden, während die Feuerwehrleute sich so mit den Räumlichkeiten der Schule vertraut machen können. In einer Abschlussbesprechung zwischen Feuerwehr und Schulleitung werden Schwachpunkte erörtert und notwendige Verbesserungen angeregt. In der Schule finden regelmäßig Informationsveranstaltungen zum Thema Brandschutz statt und die Kinder besuchen die Feuerwehr an ihrem Standort. Dennoch war die Aufregung besonders bei den Jüngsten groß. Die Erstklässler erhielten an diesem Tag nur eine Hausaufgabe. Sie sollten Zuhause erzählen, was ihnen passiert war und gemeinsam mit den Eltern die Fluchtwege in ihrem Zuhause auskundschaften. (ziv)
Eingang zur Grundschule |